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Projektübersicht

Das Projekt Logistikplattform 2030 im Detail

Warum eine Erweiterung?

Die Umsatz- und Absatzzahlen der Genossenschaft Migros Aare steigen kontinuierlich. In den nächsten Jahren rechnet die Migros mit weiterem Wachstum. Die zusätzliche Warenmenge hat zu logistischen Herausforderungen und zunehmend zu Kapazitätsproblemen geführt. Um den kurzfristig erwarteten Engpässen im Verteilzentrum Schönbühl entgegenzuwirken, hat die Genossenschaft Migros Aare bereits das „Schaerer-Areal“ erschlossen und für Logistikzwecke genutzt. Diese Übergangslösung vermag die Bedürfnisse der Frischebelieferung bis ca. ins Jahr 2020 zu befriedigen. Danach entsteht voraussichtlich ein neuer Engpass, der insbesondere die Kommissionierung gekühlter Produkte sowie die Retourenlogistik betrifft.

Die bestehende Infrastruktur im Verteilzentrum ist nur teilweise automatisiert. Die Kommissionierung – also das Aufteilen der sortenrein angelieferten Waren in gemischte Produktepaletten, wie sie von den Filialen geordert werden – ist heute teilweise noch mit aufwändiger Hand- und Gabelstapler-Arbeit verbunden. Diese Arbeit ist zeitraubend und benötigt auch übermässig viel Platz. Es besteht zudem Modernisierungsbedarf, damit die empfindliche Logistikkette funktions- und leistungsfähig bleibt und eine effiziente Verteillogistik etabliert werden kann, die auch Zukunftsbedürfnisse des Marktes abdeckt.

Termine

Öffentliche Auflage 7. Sept. – 7. Okt. 2016
Beschluss durch Gemeindeversammlung Moosseedorf 10. Dezember 2016
Genehmigung Kanton April 2017
Standortentscheid Migros Aare Mai 2017
Realisierung 2018 bis ca. 2025

Daten und Fakten zum bestehenden Verteilzentrum Schönbühl Zahlen:

  • Flächenbedarf:  > 100‘000 m2, entspricht ca. 14 Fussballfeldern
  • Energiebedarf: 4 MW Kältelast, entspricht ca. 2‘300 Kühlschränken
  • Anzahl kommissionierte Produkte: >10‘000
  • Anlieferungen LKW & Bahn: bis zu 7‘000 Paletten pro Tag, Anteil Bahn ca. 7 – 8 %
  • LKW-Fahrten zu Filialen: bis zu 600 Fahrten pro Tag
  • Fahrdistanzen LKW:  bis zu 30‘000 km pro Tag
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Erweiterung oder Neubau?

Um den künftigen Herausforderungen begegnen zu können, braucht die Verteillogistik der Genossenschaft Migros Aare mehr Kapazität – und somit mehr Platz. Am Anfang standen zwei Varianten zur Diskussion: entweder eine Erweiterung der Infrastrukturanlagen am heutigen Standort Moosseedorf/Schönbühl oder der Bau einer neuen Verteilplattform auf der «grünen Wiese» in Neuendorf/Egerkingen, Kanton Solothurn. Seit Anfang Mai 2017 ist klar, dass die Migros Aare ihre Logistikplattform am bestehenden Standort in Moosseedorf/Schönbühl ausbaut.

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Der Vorteil dieses Standorts liegt darin, dass im Gegensatz zur Neubau-Variante nur sehr wenig zusätzliches Kulturland beansprucht wird. Eingezont werden muss lediglich ein Landstück zwischen der stark befahrenen Autobahn A1 und der SBB-Linie. Auf diese Weise können die vorhandenen Ressourcen in Schönbühl im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung optimal genutzt werden. Ein gewichtiges Argument für die Weiterführung der Verteillogistik am bisherigen Standort ist auch die Kontinuität, die den Mitarbeitenden angeboten werden kann. Eine Verlegung des Standorts hätte für das Personal einschneidende Folgen, was voraussichtlich eine hohe Personalfluktuation mit entsprechendem Wissensverlust für die Migros nach sich ziehen würde.

Um die Erweiterung am bisherigen Standorts Schönbühl zu realisieren, müssen mehrere Anforderungen erfüllt sein. Zunächst müssten die Parzellen Nr. 480/81 erworben und von der Landwirtschaftszone in eine Zone mit bestehender Überbauungsordnung eingezont werden. Der Eigentümer der Grundstücke, die zwischen der Autobahn und der SBB-Bahnlinie liegen, haben bereits Verkaufsbereitschaft signalisiert und entsprechende Verträge konnten ausgehandelt werden. Ausserdem sind Änderungen der bestehenden baurechtlichen Grundordnung notwendig. Diese Änderungen wurden von den Stimmberechtigten Moosseedorfs Ende 2016 gutgeheissen und Ende März 2017 vom Kanton genehmigt.

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